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„Frisch gschlüpft sind die Akkordwürger an der heurigen Fasnacht. Hier haben wir jedoch eine Guggenmusik mit Zukunft.“ Stöbert man weiter, findet man folgende Zeilen: „Ebenfalls Neulinge waren die Akkordwürger, denen das Tönewürgen auf Anhieb gelang.“ „Die Akkordwürger machten es den Etablierten nicht leicht. Da ist noch Spielfreude zu spüren, da geht das Publikum mit, und schöne Masken haben sie auch.“ Unter anderem mit diesen Worten berichtete die lokale Presse über die Würger an ihrer ersten Fasnacht 1981.


In den vergangenen dreissig Jahren hat sich vieles verändert. So wurde aus der  „Versammlung“ ein Üben, eine Sitzung oder ein Stamm, aus 27 Gründungsmitgliedern sind 61 Aktive und zahlreiche Plouschwürger (ehemalige aktive Akkordwürger), und aus Stücken wie Rivers of Babylon und dem Fasnachtsmarsch sind Gölä oder Anastasia geworden. Es scheint also, dass die Versammlungen von anno dazumal ihren Erfolg nicht verfehlten. Im Gegenteil, die Aktivitäten wurden immer mehr. Mit den Pouseblooser und den Blächsuger wurde im 1994 eine CD aufgenommen, im Jahr 1997 der Würgerkeller an der Käsereistrasse gekauft und in Eigenregie umgebaut, München unsicher gemacht und seit 1999 läutet der alljährlichen Würgerball im Bären drei Wochen vor der Fasnacht die närrischen Tage in Langenthal ein. Nicht zu vergessen: Selbstverständlich herrscht nach dreissig Jahren Drill nun Zucht, Ordnung und Disziplin…


Verändert hat sich auch die Fasnacht. Der Gönnerabend fand in den Lokalitäten Bäregg, Ochsen, Bären und Theater statt, am Sonntag nach dem Umzug gab es ein Monsterkonzert und zum Cliquenabend traf man sich Fasnachtsmontag im Ochsen. Ein leicht vergilbtes Fasnachtspogramm der Würger von 1981 beinhaltet für den Samstagabend ein zu heutiger Zeit fast undenkbares Highlight: „zur freien Verfügung“.


Nicht Weniges ist aber gleich geblieben. So ist neben Hans Pfäffli und Budi Lehmann mit Urs Blunier auch ein drittes Gründungsmitglied nach wie vor ein aktiver Würger. Trotz der sprachlichen Veränderung der Würger gibt es pro Jahr immer noch zwei Versammlungen. So bestimmen die Mitglieder im Frühling unter anderem über Finanzen, Jahresprogramm und Bewerbungen, während im Herbst dann Kostüm, definitives Motto, Musik und die Fasnacht diskutiert werden. Ab Ende September wird dann offiziell in die „Saison“ gestartet und jeweils am Sonntagabend werden alte und neue Lieder des Repertoires geübt. Für den Höhepunkt des Vereinsjahres lassen sich die Würger auch immer wieder etwas Besonderes einfallen. So wurden in der Märitgasse bspw. schon Leute gemartert oder ein riesiges Rittergelage abgehalten.

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Mit dem Besuch zweier Vorfasnachten und Auftritten am Fasnachtsmärit und Hochzeiten der Würger bietet sich auch neben der Langenthaler Fasnacht immer wieder Gelegenheit, kakophonische Klänge zu verbreiten. Am Katerbummel, an Sportturnieren und diversen Brätlianlässen können dann die Instrumente auch mal eingesommert bleiben und der Geselligkeit kann vollumfänglich gefrönt werden.


Alle fünf Jahre organisieren die Akkordwürger etwas ganz Besonderes: Als Dank an die treuen und grosszügigen Gönner, aber auch für die interessierte Öffentlichkeit, stellt die Guggemusik jeweils einen abwechslungsreichen, spannenden und ungewöhnlichen Unterhaltungsabend auf die Beine. Dieses legendäre Variété soll den Besucherinnen und Besuchern ein unvergessliches Erlebnis bescheren.

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